Wer sich einen neuen PC zusammenbauen möchte steht vor dem Problem, daß damit meistens auch eine Neuinstallation des Windows Betriebssystems fällig ist. Es gibt allerdings einen Weg, wie man sein "altes" System weiternutzen kann.

Das Hauptproblem bei einem Mainboardwechsel ist, dass auf dem neuen Board in aller Regel ein anderer Chipsatz und/oder ein anderer IDE-Controller verwendet wird. Man kann nun nach dem Umbau versuchen das System mit der Wiederherstellungskonsole zu fixen. Das ist allerdings sehr mühsam und funktioniert oft nicht, oder nur teilweise. Hauptgrund dafür ist, dass dabei oft eine Mischung aus Windows Systemdateien von der Installations-CD und den bereits gemachten Updates entsteht.

Entgegen den vielen Beiträgen in Foren in denen immer wieder behauptet wird das ein Mainboardwechsel ohne Neuinstallation des Betriebssystems nicht möglich ist möchte ich hier einen Weg beschreiben, den ich selber schon sehr oft und zwar immer erfolgreich gegangen bin.


Grundvorraussetzung ist, dass das alte System sich wenigstens noch einmal starten läßt.

 
Hier die wichtigen Schritte:
 
  1. Im Gerätemanager den Standard-IDE Treiber installieren (für beide Kanäle)
  2. Im Gerätemanager den Standard-VGA Treiber installieren (auch wenn die Grafikkarte nicht gewechselt wird!)
  3. Nun noch zusätzlich die mergeide.reg downloaden und ausführen. Dadurch werden die Informationen die ein eventuell installierter Chipsatztreiber aus der Registry entfernt.

Download mergeide.zip

Eine detailierte Beschreibung hierfür ist auch in der Microsoft Knowledge Base Article 314082 beschreiben.

Wer alle gemachten Vorschläge ignoriert der wird nach dem Boardwechsel mit folgendem Bluescreen bestraft:
 

 

Wer sich die Mühe macht die beschriebene Schritte genau einzuhalten kann sich eine Menge Zeit und Arbeit sparen. Bei mir jedenfalls ist es so, dass die komplette Neuinstallation eines Systems meistens mehrer Tage in Anspruch nimmt. Jedenfalls dann, wenn man auch die vielen kleinen Einstellungen und Anpassungen mitrechnet die an der installierten Software vorgenommen werden müssen.
 
Abgesehen von der Arbeit die eine Neuinstallation mit sich bringt gibt es ja auch Fälle in denen entweder fehlende Zeit oder fehlende Original-Installations-CDs das "am Leben erhalten" eines Systems erzwingen. Wer zum Beispiel sein Mainboard wegen Instabilitäten oder geplatzen ELKOS zur Garantieabwicklung einschickt sollte die oben genannten Schritte ebenfalls vorher durchführen. Wer weiss ob nicht das ausgetauschte Mainboard eine neuere (andere) Chipsatzrevision mit sich bringt und dann oben gezeigt Bluescreen präsentiert.
 
Achtung! Ich gebe keine Garantie, dass der oben beschrieben Weg funktioniert.
Ich übernehme daher natürlich keine Haftung für Hardwareschäden oder Datenverlust!