Nur ganz knapp hat die Ortschaft Kirchboitzen im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ den Einzug in den Bundeswettbewerb verpasst. Aber immerhin: Kirchboitzen gehört zu den zehn schönsten und lebenswertesten Dörfern in ganz Niedersachsen.

Kirchboitzen hat Zukunft



Für „herausragende Leistungen“ wurden gestern Dötlingen, Harkebrügge und Waffensen ausgezeichnet. Kirchboitzen rangierte mit sechs weiteren Dörfern gleich in der zweiten Auszeichnungsgruppe für „besondere Leistungen“. Es folgten sieben Dörfer mit „guten Leistungen“. Insgesamt hatten sich 309 Dörfer an dem Wettbewerb beteiligt.

Originalartikel vom 29.05.2010 in der Walsroder Zeitung

 

Ortschaft Kirchboitzen Gewinner des Kreiswettbewerbs
 
KIRCHBOITZEN/LANDKREIS Verlieren konnte eigentlich kein Dorf, das am diesjährigen Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" (früher "Unser Dorf soll schöner werden") teilgenommen hat, denn von anfänglich sechs interessierten Ortschaften nahmen schließlich nur die drei jetzt am Freitag von Landrat Manfred Ostermann ausgezeichneten Dörfer Kirchboitzen, Wohlendorf und Krelingen teil. Aufgrund der besseren Infrastruktur und des besseren dörflichen Gefüges hatte Kirchboitzen die Nase vorn. Das Dorf wurde nun vom Landkreis für die Teilnahme am Landeswettbewerb im kommenden Jahr gemeldet.
 
Eigentlich seien alle drei prämierten Dörfer als Sieger zu bezeichnen, wenn man bedenke, dass es doch viel mehr schöne Dörfer im Heidekreis gebe, so Landrat Ostermann in seiner Laudatio im Gasthaus "Zum Domkreuger" in Kirchboitzen. Ob die geringe Teilnahme am Wettbewerb nun an den neuen Ausschreibungskriterien liegt, darüber konnte Manfred Ostermann und Anke von Fintel, von der Kreisverwaltung mit der Koordinierung des Wettbewerbs beauftragt, auch nur rätseln. Das kleinste Dorf Wohlendorf freilich konnte sich bei der Bereisung am 30 September dieses Jahres, einem total verregneten Tag, aber bestimmt als Sieger der Herzlichkeit fühlen, auch wenn es knapp Kirchboitzen unterlegen war. In Wohlendorf wurde die Jury, bestehen aus Kreislandwirt Heiner Beermann, Neuenkirchens Bürgermeister Dieter Leinecker, Kreistagsmitglied Willi Rübke und Tim Nikelski von der Kreissparkasse mit einem flotten Ständchen empfangen. Wohlendorf hatte außerdem die meisten Einwohner für den Wettbewerb mobilisiert, so der Landrat in seiner Vorstellung der prämierten Dörfer. Er erwähnte den Aufbau einer alten Dorfscheune als Gemeinschaftswerk des Dorfgemeinschaftsvereins WODOHO mit Dieter Moll an der Spitze und die hervorragende Einbindung der Dorfjugend.

 

Im ebenfalls zum zweiten Sieger gekürten Krelingen sei unter anderem die eindrucksvolle Ansicht der historisch geschlossenen Ortslage mit vielen Baudenkmälern, alten historischen Hofanlagen ausschlaggebend für die Jury gewesen. Auch der wunderschöne Baumbestand sei bemerkenswert, so die Aussage der Juroren. Der Landrat bezeichnete Krelingen als eines der schönsten Dörfer im Heidekreis, mit seinem historischen Höfen, den Heideflächen sowie den Großsteingrab. Auch die Einbindung des Geistlichen Rüstzentrum in die dörfliche Gemeinschaft wurde hervorgehoben.
 
Kirchboitzen gewinnt Kreiswettbewerb 2008
Die Vertreter der Ortschaften. Krelingen, Kirchboitzen und Wohlendorf präsentieren sich hier zusammen mit Landrat Manfred Ostermann und Andrea von Fintel von der Kreisverwaltung.
 
Das Kirchboitzen knapp zum Sieger erklärt wurde, liege an der noch intakten dörflichen Infrastruktur, so der Landrat. Außerdem habe hier laut Jury die Dorfgemeinschaft, die viele Aktivitäten gemeinsam regelt und viele Probleme vor Ort anpackt und löst, besonders beeindruckt. Es gebe noch etliche Geschäfte und Betriebe im Ort und bei aller Modernisierung achte man auf den Erhalt eines dörflich geprägten Ortsbildes. Das Siegerdorf erhielt eine Prämie von 500 Euro die beiden zweiten Sieger jeweils 250 Euro für ihre Arbeit. Die symbolischen Schecks übergab der Landrat an Dieter Moll aus Wohlendorf, Heinrich Willenbockel und Günter Hogrefe aus Kirchboitzen.
 
Dieser Artikel erschien am 15.12.2008 auf www.kreiszeitung.de und wird hier mit freundlicher genehmigung von Herrn Hinze von der Kreiszeitung veröffentlicht. Der Originalartikel ist leider nicht mehr online.